Wunsch-Ausbildung

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03.05.2012, 17:03
Original von krumel
Für sowas gibts nen Desinfektor und nen Desinfektionsplan. Punkt.


Desinfektor im SSD? Sonst noch Wünsche?
Zuletzt geändert von Zeuschen am 03.05.2012, 17:05, insgesamt 1-mal geändert.
Mein Verein: DLRG
Meine Ausbildung: Sanitäter und Wasserretter

03.05.2012, 17:07
Original von Zeuschen
Original von krumel
Für sowas gibts nen Desinfektor und nen Desinfektionsplan. Punkt.


Desinfektor im SSD? Sonst noch Wünsche?

Wer redet vom SSD?
Endlich EH! 04.05.2008!

03.05.2012, 19:04
Hey, labert nich über unseren Desinfektor... Der macht nen tollen Job... ;)
35 Jahre, Im-RTW-beim-Patienten-Sitzer, hauptamtlicher "Zivi"-in-den-Hintern-Treter, ehrenamtl. Löschknecht, Obermufti von einigen SSDs -- im schönsten Bundesland der Welt: Schleswig-Holstein!

03.05.2012, 21:28
La lala lala lala... Lalala! *die-Außenwelt-ignorier* lalala la la!

Ich finde im Übrigen wichtig, sich mal mehr auf die Basismaßnahmen zu konzentrieren. Ich kenne gerade ausgebildete SANler, die können mir zwar bei der Intubation assistieren, dafür aber keinen RR messen. Also mehr Betonung auf die Rolle, die man in RD und SD als SANler hat. Eine dieser SANler habe ich probehalber 2 Tage nach erfolgreicher Prüfung mal gefragt, ob der Patient, den sie vorher hatte eine Zyanose hatte. Das endotracheale Absaugen haben sie erklärt bekommen, aber bei dieser Frage zeigte sich ein riesiges Fragezeichen in ihrem Gesicht.

Mal auf den ES, also die umfangreichste nicht-RD-Ausbildung bezogen: Hier ist natürlich Platz für vieles, der auch größtenteils sinnvoll genutzt wird. Denn um eine wirkliche Hilfe im RD oder auf größeren SanDiensten zu sein, sollte man schon die Standardmedikamente richtig aus dem Koffer bekommen und eine Trage vorbereiten können. Für recht unnütz halte ich allerdings die rech umfangreichen Ausschweifungen zur Anatomie. Schön, dass ich weiß, wie die verschiedenen Gefäße heißen. Aber das ist wohl eher was, was man sich bei Interesse daheim lernen lässt, und nichts, was man auf einem Lehrgang eingebläut bekommen muss.
meine ich ... RA-Azubi ... Ex-SSDler am WEG Büdingen; Feuerwehrler bei der örtlichen FF; Mitglied beim MHD und dort bei SanDiensten, Fahrzeugpflege, im KatS und als Gruppenleiter bei der Jugend dabei; 18 Jahre

03.05.2012, 22:01
Ich bin um ehrlich zu sein kein Freund von Sanitätern (ES, SANler oder wie auch immer), die mit dem Rettungsdienst zusammen arbeiten sollen. Die allerwenigsten sind im Einsatzfall für ein eingespieltes RD-Team wirklich hilfreich, und das Festhalten einer Infusionsflasche schafft man in aller Regel nach einer 10-sekündigen Intensivschulung.

In den meisten Fällen schiebt ein Rettungsdienstler die Trage alleine ebenso gekonnt, wie wenn zwei unerfahrene Sanitäter drumherum hopsen.

Wie oben schon mal erwähnt - die Assistenz bei Maßnahmen wie Intubation, venösem Zugang oder Trage richten finde ich durchaus unnötig.
Schwerpunkt eher auf Basismaßnahmen, brauchbare Anamnese und sinnvolles Entscheiden. Und dazu braucht es neben Erfahrung eben auch ein gewisses Maß an Fachwissen.

Ein weiterer wichtiger Punkt wäre mir die Koordination - Führen, und sich führen lassen...

03.05.2012, 22:09
Original von sebbe1995
Ich kenne gerade ausgebildete SANler, die können mir zwar bei der Intubation assistieren, dafür aber keinen RR messen.

Respekt :)
Zuletzt geändert von gorld am 03.05.2012, 22:10, insgesamt 1-mal geändert.
Endlich EH! 04.05.2008!

03.05.2012, 22:20
Ach, jetzt kommen wieder die Kleinkarrierten daher ;)

Um Missverständnisse auszuräumen: Ich würde meine Fähigkeiten beim Intubieren nicht als "Können" bezeichnen. Dazu bedarf es definitiv viel mehr Übung.
Demnach habe ich mit "mir" gedanklich schon einen RA bzw Doc gemeint. Und dieser hat meistens bessere Leute als einen SanH, falls er wirklich Hilfe braucht...
meine ich ... RA-Azubi ... Ex-SSDler am WEG Büdingen; Feuerwehrler bei der örtlichen FF; Mitglied beim MHD und dort bei SanDiensten, Fahrzeugpflege, im KatS und als Gruppenleiter bei der Jugend dabei; 18 Jahre

04.05.2012, 09:22
Anders gefragt - kannst du bei der Intubation assistieren? Bzw. sollte man das als Einsatzsani können?

04.05.2012, 11:24
Original von leuchtreklamefahrer
Ein weiterer wichtiger Punkt wäre mir die Koordination - Führen, und sich führen lassen...

Ja, das finde ich auch wichtig. Dazu gehört für mich aber vor allem ein strukturiertes Vorgehen, wenn man an den Einsatzort kommt: Notfälle möglichst schnell erkennen und dann Hilfe alarmieren (Eigene Grenzen klarmachen!) und im Team eine ordentliche Anamnese durchführen. Letzteres lässt sich ganz gut üben, indem man einem 2er-Team RR-Messgerät und Pupillenleuchte in die Hand drückt und sagt, sie sollen in max. 2-3 Minuten rausfinden, was der Fallbeispielpatient hat. (Also nur Diagnostik) Da kommt es dann auf gute Teamaufteilung an und darauf dass man z.B. das frisch erlernte SAMPLE-Schema anwendet. Das klingt jetzt vielleicht abstrakt und realitätsfremd, aber so habe ich für einen EH-Wettkampf trainiert und aus dem Training viel für reale Einsätze mitgenommen. Auch wenn das beim echten Patienten nie so läuft, hat man das Sample-Schema und ein bisschen Diagnostik dann dank Übung immer parat und handelt im Einsatz ein bisschen weniger chaotisch.

Grüße
Berliner Schildkröte
High-water Food Service
Private Coffee, 3. preußisches Sanitätsgeschwader Berlin

04.05.2012, 16:37
Original von peit
Anders gefragt - kannst du bei der Intubation assistieren? Bzw. sollte man das als Einsatzsani können?


Können - ja
Nötig - wenn ich ehrlich bin nicht wirklich.
Das war im KH ganz nützlich, aber nachdem nun auch Endo-tuben primär aus dem Rea-Algorithmus raus geflogen ist, kann ich mir nur wenige Situationen vorstellen, in denen ich in der Präklinik in die Situation komme, das einzusetzen. Zumal wir kein NEF haben...
meine ich ... RA-Azubi ... Ex-SSDler am WEG Büdingen; Feuerwehrler bei der örtlichen FF; Mitglied beim MHD und dort bei SanDiensten, Fahrzeugpflege, im KatS und als Gruppenleiter bei der Jugend dabei; 18 Jahre

04.05.2012, 16:52
Ich behaupte ja weiterhin(u.a aufgrund der Tatsache das ich eine zeitlang als "Solo Responder", sprich "alleine" gefahren bin): Alle üblicher Weise in der präklinischen Notfallmedizin angewandten Maßnahmen können auch ohne relevanten Nachteil ohne Assistenz durchgeführt werden.

04.05.2012, 16:53
Original von sebbe1995
Das war im KH ganz nützlich, aber nachdem nun auch Endo-tuben primär aus dem Rea-Algorithmus raus geflogen ist,


Das lese ich aber nicht in den Leitlinien:

"Reduced emphasis on early tracheal
intubation unless achieved by
highly skilled individuals with minimal
interruption to chest compressions."

Das bedeutet nicht, dass die endotracheale Intubation nicht mehr Mittel der Wahl ist, sondern dass untrainierte Stümper lieber gleich ein Alternativverfahren wählen sollen, statt bei unsinnigen Intubationsversuchen Zeit zu verlieren und neue Schäden zu verursachen.
Es ist Dein Recht, Waffen abzulehnen. Es ist Deine Freiheit, nicht an Gott zu glauben. Aber wenn jemand in Dein Haus einbricht, sind die ersten beiden Dinge, die Du tun wirst: Jemanden mit einer Waffe rufen und beten, dass er rechtzeitig da ist.

04.05.2012, 17:31
Ok, Entschuldigung, ich habe mich wohl nicht wirklich genau ausgedrückt:
Also bei uns ist der Larynxtubus durch RAs bzw RS primär anzuwenden und erst nach 2 Fehlversuchen eine endotracheale Intubation zu erwägen. Dies nach unserem kreisweiten EVM-Konzept.

Demnach ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass ich im RD auf eine Intubation durch RA stoße, nur sehr gering.
meine ich ... RA-Azubi ... Ex-SSDler am WEG Büdingen; Feuerwehrler bei der örtlichen FF; Mitglied beim MHD und dort bei SanDiensten, Fahrzeugpflege, im KatS und als Gruppenleiter bei der Jugend dabei; 18 Jahre

05.05.2012, 00:05
So, und jetzt kommen wir mal wieder auf die wünschenswerten Inhalte einer Sanitätsausbildung zurück.

Ich persönlich fände es, wie ja bereits durch ein paar Kollegen erwähnt, wichtig, den frischen Sanis eine Hilfe an die Hand zu geben, wie sie erkennen, dass es dem Patienten echt dreckig geht, und wann sie auf jeden Fall den RD rufen sollten. Mit ein paar Jahren Erfahrung wird es einfacher, das einzuschätzen. Bis dahin sag ich denen, sobald sie darüber nachdenken, ob sie vielleicht einen RTW/NA brauchen, auch einen zu bestellen. Lieber zu oft als zu selten.

Dazu habe ich die Erfahrung gemacht, dass es durchaus Sanitätsdienste gibt, bei denen der anwesende Arzt einen SanH bittet, doch mal eben das und das Medikament aufzuziehen, ihm beim Zugang legen zu assistieren, und noch schnell ne Infusion vorzubereiten. Und oft genug wurde ich dann von eben diesen SanH hilfesuchend angeguckt. In der Regel hab ich es dann halt gemacht und hinterher auf Wunsch nochmal erklärt...

Daraus schließe ich jetzt, dass diese Inhalte
1. durchaus in die Sanitätsausbildung gehören und
2. durch entsprechende Praxiserfahrung gefestigt werden sollten
bevor ein solcher Sani verantwortlich auf einem Dienst eingesetzt werden kann.

Wünschenswert wäre, dass nie irgendwo ein frischer unerfahrener Sani im Team mit einem anderen ebensolchen einen Sanitätsdienst besetzt. Für mich gehört auf jeden Sanitätsdienst ein erfahrener Sanitäter, RettSan oder sonstwas, im Idealfall mit Gruppenführerausbildung. Sicher, ein Ideal.

05.05.2012, 01:04
Eine normale Glasampulle ziehe ich dir innerhalb von 15 Sekunden auf, und da ist das Suchen im Koffer schon eingerechnet. Die Zeit sparen wir uns lieber für wichtige Sachen. Das führt dann irgendwo an den Punkt, dass der anwesende Arzt ein Medikament wünscht, allerdings nicht den Handelsnamen, sondern den Wirkstoff nennt. Und dann beginnt die Sucherei...
Sicher kann man das dem Sani im Rettungsdienstpraktikum oder auf einem großen San-Dienst zeigen, aber in die Grundausbildung muss das nicht rein...

Auch auf San-Diensten arbeiten wir oft individualmedizinisch; Zusätzlich zum anwesenden Arzt gehört dann da eben noch ein RA mit dazu, diese bilden ein Team, ubd das Problem ist gelöst...

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