Unguenstig Alarmiert?

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29.01.2010, 22:08
...das ist dann nochmal wieder ein extra Aspekt. Klare Sache.
Zuletzt geändert von GeKue am 29.01.2010, 22:08, insgesamt 1-mal geändert.
Gerrit (RettAss)
"Wir sind längst im Paradies, haben die Hölle draus gemacht!" --- ASP, Ich bin ein wahrer Satan
ASP - Sage Nein!

29.01.2010, 22:28
Original von GeKue
In Rostock ist es auch möglich, ohne Abitur mit medizinischer Berufsausbildung und x Jahren Tätigkeit zu studieren.
Man muss dann eine 2tägige schriftliche Prüfung ablegen. Wenn die entsprechend gut war wird man zu einer mündlichen Prüfung geladen.


So ein ähnliches Verfahren kenne ich aus Frankfurt - zumindest war das vor 7 Jahren so, ob das ncoh besteht, weiß ich nicht.
nach 2-jähriger Tätigkeit in einem einschlägigen Beruf (Physiotherapeut, Krankenpflege, aber auch bestimmte Laborjobs) konnte man eine Äquivalenzprüfung ablegen, die in etwa die Kenntnisse Anatomie nach dem ersten Semester, sowie Oberstufenumfang Bio, Physik und Mathematik umfasst hat. Die dort erreichte Note wurde dann genau wie die Abinote behandelt und somit wurde der Studienplatz dann auch über NC vergeben. Das waren damals aber auch die Zeiten, als Studienplätze fast nur über die ZVS, kaum durch die Hochschulen selbst vergeben wurden.
Nach damaliger Aussage der dafür zuständigen Sekretärin war es eine Rarität, dass jemand über den Weg einen Studienplatz bekommen hat - da es eine sehr große Hürde ist, den Stoff im Selbststudium zu erlernen.

Eine Übersicht findet man auch hier:
http://campus.doccheck.com/de/informieren/

30.01.2010, 00:40
Original von GeKue

Edit: @ Hajo.... immerhin wird man da in Deutschland keine Probleme haben, einen Job zu finden. Also warum nicht? Arbeitsbelastung? Stress? Keine Zeit für Familie? Sowas weiss man vorher. Aber zukunftssicher und langfristig keine Bedrohung des Arbeitsplatzes.


Und das Finanzielle? Gerade die Allgemeinärzte haben doch immer weniger Geld in der Tasche. Das wird sich auf mittlere Sicht auch nicht bessern.

Die Bezahlung der Leistungen wird immer schlechter, auch die Anzahl der Untersuchungen, die ein Hausarzt durchführen darf, nimmt immer mehr ab (und damit die Einkommensmöglichkeit).

Die Arbeitsbedingungen in den meisten Kliniken sind auch nicht so, dass man das lange mitmachen möchte.

Bis man einen freien Arztsitz (Zulassung) ergattert (und noch eine Bank findet, die die Kaufkosten für die Praxis und den Sitz vorschießt), dauert es in einigen (lukrativeren) Bereichen ewig.

Nein, die Bedingungen für Arzte sind schlecht heutzutage.

Meine Hochachtung vor jedem, der sich noch für ein Medizinstudium entscheidet.

Ich würde es persönlich nicht tun.
35 Jahre, Im-RTW-beim-Patienten-Sitzer, hauptamtlicher "Zivi"-in-den-Hintern-Treter, ehrenamtl. Löschknecht, Obermufti von einigen SSDs -- im schönsten Bundesland der Welt: Schleswig-Holstein!

30.01.2010, 03:06
Das ist richtig, für's Geld muss das keiner mehr machen - das ist illusorisch. Für vernünftiges Geld und akzeptable Arbeitszeitbedingungen muss man Zahnmedizin studieren.

Davon ab strebe ich derzeit eh weder eine Niederlassung noch einen FA für Allgemeinmedizin an (auch wenn es hier in Erlangen seit Neuestem die Möglichkeit gibt, sein PJ-Wunschtertial in dem Sektor zu machen).
Gerrit (RettAss)
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02.02.2010, 16:41
Original von SSDboy
Einsätze in Klassenarbeiten sind auch witzig. Vorallem wenn man fertig ist, aber noch nicht gehen darf. ^^


Also bislang ahtetn wir zwar noch keinen Einsatz, da wir auch noch alles aufbauen, aber wir haben jetzt schon beschlossen: Wenn einer eine Klassenarbeit schreibt die ihm wichtig ist und es handelt sich um nichts wichtiges (knochenbruch udn kleine schürfwunde schafft man auch zu zweit) dann bleibt derjenige da wo er ist. außer es kommen solche sachen wie ein schwerer sportunfall oder chemieunfall, dann werden alle hände gebraucht.

02.02.2010, 17:09
Zwischen einem Knochenbruch und einer kleinen Schürfwunde besteht ein minimaler Unterschied ;) .
Übrigens: Was ist für dich ein schwerer Sportunfall, wenn nicht eine Fraktur? Der Gefahren einer Fraktur bist du dir sicher bewusst :)) .

Ganz einfache Lösung: Wer eine Klausur schreibt, hat keinen Dienst! Wird bei uns seit mehreren Jahrzehnten so gehandhabt und hat nie Probleme gegeben.

02.02.2010, 17:10
Ihr könnt auch zu zweit schon viel "anrichten". Zumal ihr auchnoch den Sportlehrer habt (zumindest beim Sportunfall) der einen EH-Kurs hat und diesen immer wieder auffrischen muss. Ich kann mir keine Situation vorstellen, die ihr nicht zu Not auch mit 2 Leuten plus Lehrer managen könnt. Wenn dir eine einfällt, kannst du sie gerne nennen. Unfälle mit mehreren Schwerverletzten zählen nicht, damit werdet ihr sowieso überfordert sein.

Wenn ihr in Klassenarbeiten sitzt, dann habt ihr auch da zu bleiben mit ausgeschaltetem Diensthandy/Funk/...
Da geht der Grundsatz der EH einfach vor: Macht alles, was ihr könnt, für den Patienten, solange es ihm hilft und euch nicht schädigt. Und das Fehlen in einer Arbeit schädigt euch ganz gewaltig.
Ich bin als Rettungsschwimmer geboren, mit Wasser gestillt und aufgezogen! Hurra!:P

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02.02.2010, 17:16
LevSani, in einem Punkt muss ich dir Recht geben: Man kann eigentlich alles alleine abarbeiten (mit Ausnahme des angesprochenen ManV).
Trotzdem bewährt es sich in manchen Situationen, mehr als nur 2 Sanis vor Ort zu haben. Wir fahren seit mehreren Jahren das System eines 4-Mann-Teams, was sich auch durchaus bei schwereren Fällen bewährt hat. Da kann man dann auch gleichzeitig mal einen Bodycheck machen, Blutdruck messen bzw. Pulsoxymeter dranmachen und 2 Leute eine Extremität schienen ;) .
Ähnliches wird übrigens auch jedem auffallen, der mal in den Rettungsdienst reinschnuppert. Man kann vieles mit der Regelbesatzung vom RTW abarbeiten, aber wenn ein Praktikant dabei ist, schadets auch nichts und ist in einem großen Teil der Fälle auch hilfreich (wenn auch mal nur als externe Wirbelsäule ;) ).

Aber das soll jedem selber überlassen sein.

02.02.2010, 17:18
Entwas alleine abzuarbeiten ist gefährlich...

Besser immer einen Kollegen als Zeugen dabei haben, wenns irgendwie geht...
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02.02.2010, 17:18
Ich bin der gleichen Meinung. In Schulaufgaben, Klausuren, Kurzarbeiten und was es sonst noch gibt sollte man sich um Vertretung kümmern. So klappt das bei unserem SSD auch ganz gut.

Bei Stegreifaufgaben und "kleinen Leistungsnachweisen" soll es der Schulsani selbst entscheiden. Er kann während Ex temporale, Ausfragen etc. auf eigene Verantwortung gehen, kann aber auch erst fertigschreiben ( beste Lösung) oder kommt erst gar nicht, bevor die Ex nicht von einem Lehrer beendet wurde. Falls er sich aber entscheidet, während einer Stegreifaufgabe o.ä. zu gehen, hat er mit den Konsequenzen zu rechnen, sprich, dass er nächste Stunde dann wahrscheinlich ausgefragt wird.

Ich persönlich schreibe bei einer Ex immer fertig, obwohl wir bei Ex und co. gehen dürften, da wir alle aber trotzdem immer noch ganz normale Schüler sind.

mfg Thorbi
14 Jahre; Ausbildung: Notfallhelfer; Leiter SSanD von Saniseite aus; Teamführer 1. SSD Team; Materialwart; Mitglied bei der JF der Stadt Grafin bei München und der MHD Jugend Ebersberg

02.02.2010, 17:18
Ok, der von dir beschriebene Fall, wo 4 Helfer ganz nett sind, ist, wie gesagt, sicher ganz nett. Aber du wirst mir zustimmen, dass es dem Patienten genauso gut ergangen wäre, wenn ihr das alles zu zweit und deshalb nacheinander gemacht hättet...

Und alleine ist auch wieder blöd, wie Hajo schon sagte. Außerdem wird das dann in einigen Situationen unmöglich, optimal zu handeln (Rea, WS-Trauma, usw.).
Zuletzt geändert von LevSani am 02.02.2010, 17:20, insgesamt 1-mal geändert.
Ich bin als Rettungsschwimmer geboren, mit Wasser gestillt und aufgezogen! Hurra!:P

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02.02.2010, 17:21
Ob es ihm genauso gut geht, ist eine andere Frage.

Das Outcome (das letzlich entscheidend ist) ist aus meinen Augen wichtiger und in diesem Punkt muss ich dir (zumindest in den meisten Fällen) recht geben.

Extremeres Beispiel: Reanimation! Da ist man über jeden Helfer, den man zusätzlich zur Verfügung hat, froh. Gerade bei 2 Mann ;) .

02.02.2010, 17:54
Ich hab mir ja schon gedacht, das jetzt die Rea als Beispiel kommt.

Ich denke, dass es möglich sein sollte, auch mit 2 Leuten plus Lehrer über 15 Minuten oder länger ordentlich zu reanimieren. Dass man dafür ins Schwitzen kommt, ist klar, aber es ist machbar. Wir reden ja hier nicht davon, dass wir ewig reanimieren müssen. Der RD sollte ja gerade bei sowas recht schnell da sein.
Zuletzt geändert von LevSani am 02.02.2010, 17:54, insgesamt 1-mal geändert.
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02.02.2010, 17:59
Ich hab mir ja schon gedacht, das jetzt die Rea als Beispiel kommt.

;)

Ich denke, dass es möglich sein sollte, auch mit 2 Leuten plus Lehrer über 15 Minuten oder länger ordentlich zu reanimieren. Dass man dafür ins Schwitzen kommt, ist klar, aber es ist machbar. Wir reden ja hier nicht davon, dass wir ewig reanimieren müssen. Der RD sollte ja gerade bei sowas recht schnell da sein.

Es geht, da habe ich nie etwas anderes behauptet. Aber wenn man halt mehr Leute zur Verfügung hat und dadurch manche Sachen schneller oder besser gehen, warum nicht?!

02.02.2010, 19:19
Vielleicht gehen sie gar nicht schneller und besser...

Dazu müsste man gut delegieren und anleiten können.

Im Team ist man eingespielt und hat einen festen Algorhythmus...

Externe stören da manchmal eher...
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