Fahrradsturz (EH)

Notfallszenarien für Ersthelfer bis Rettungsdienstmitarbeiter.

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16.06.2017, 19:36
"Die andere Patientin ist nur leicht verletzt und wird von Passanten ausreichend versorgt"
Haben die netten Passanten die den Verbandskasten geholt haben auch Wunddesinfektion mitgebracht?
16.06.2017, 20:23
TaMi hat geschrieben:Die Passanten geben euch den Verbandskasten vom C&A. Sie informieren dich, dass sie sich 2 Kompressen und 2 Fixierbinden herausnehmen um die Schürfwunden von Fahrradfahrerin B zu versorgen.


Dispo:" Alles klar wir schicken euch RTW/NEF und ne Streife."

Wunddesinfektionsmittel haben sie nicht gehabt meinen ein paar Passanten.

So wie möchtest du die Patientin weiter versorgen?
16.06.2017, 21:11
Die Schürfwunde am Ellenbogen wird mit einem Verbandspäckchen verbunden, damit zumindest keine weiteren Keime hinzukommen. Um keinen Druck auf die Steinchen in der Wunde an der Handfläche auszuüben wird diese nur mit einer sterilen Wundauflage bedeckt die dann wenn sie sich dazu in der Lage fühlt ohne Druck von ihr gehalten werden darf ;) des weiteren Frage ich sie alle ca. 5 Minuten bis zum Eintreffen des rtws nach möglichen Schmerzen, Übelkeit oder ob ihr zu kalt/warm ist.
16.06.2017, 21:29
Das Bewegen des Handgelenks bereitet ihr Schmerzen.
Die Handinnenfläche wird mit einer Kompresse abgedeckt die sie dann auch selbst hält.

Das Zittern verringert sich.
Ihr ist derzeit nicht kalt. Übelkeit oder Schwindel werden verneint.

Gibt es noch Dinge die du machen möchtest?
17.06.2017, 05:14
Mir fällt nichts mehr ein...
17.06.2017, 06:32
Gut. Es kommen die zwei Herren vom RTW und möchten eine Übergabe von Dir.

Dann bitte die Selbstkritik.
Ich äußere mich danach ausführlich.
17.06.2017, 07:08
Guten Tag das ist Frau X (uups.. ganz vergessen nach dem Namen zu fragen...) Sie hat nach einem Zusammenstoß mit Fahradfahrerin B (zeig ;)) Schocksymptome, außerdem hat sie Schürfwunden an den Ellenbögen und Handflächen, beide nicht desinfiziert oder gereinigt. Noch Fragen?

Selbstkritik folgt...
17.06.2017, 07:14
"Joa danke wir übernehmen dann mal.."
17.06.2017, 07:24
Also...
Ich habe nicht nach dem Namen gefragt
Ich hätte mich vor dem Notruf bei den anderen erkundigen sollen ob diese schon einen getätigt haben bzw ob sie einen RTW benötigen
Ich hätte noch etwas unterlegen sollten bevor sie sich auf den Boden legt
Die Wunden hätte ich vor dem abdecken falls möglich mit Wasser reinigen sollten.

Sonst fällt mir nichts größeres auf, bin mal gespannt auf deine Meinung.

Vielen Dank schonmal für das Fallbeispiel
17.06.2017, 09:12
Ich habe nicht nach dem Namen gefragt.
Stimmt das Gegenseitige Vorstellen hat gefehlt. Das wäre die Frau Brömmelkamp gewesen.

Dann hast du gesagt, dass du dich informieren hättest sollen ob jemand schon einen Notruf abgesetzt hat.
Ich finde es gut, dass du bei der Fahrradfahrerin A geblieben bist und dich um sie gekümmert hast. Selbst wenn ein Notruf mehrfach bei der ILS eingeht sind die Disponenten durchaus in der Lage Zusammenhänge zu erschließen und den Passanten mitzuteilen das bereits Rettungsmittel auf dem Weg sind.

Das Unterlegen auf dem Boden wäre eine gute Möglichkeit gewesen, damit der Boden nicht zu kalt ist.

Das Säubern von Wunden mit Desinfektionsmittel oder Wasser obliegt nicht in unserem Tätigkeitsbereich.
Ausgenommen grober Schmutz außerhalb der Wunde.

+ Eigenschutz/Umgebung wurde beachtet und abgewägt
+ Situation wurde richtig erfasst und auf die Patientin bist du gut eingegangen
+Aufteilen der Passanten (Fahrradfahrerin B versorgt, Erste Hilfe Kasten)
+Hilfe rufen in dem Fall die Passanten und den Notruf
+ Angemessene Wundversorgung (nach ein paar kleinen Lenkern)

Nun zu den Verbesserungen

- Die psychische Betreuung "Ich bleibe jetzt bei Ihnen bis der Rettungsdienst kommt" Evtl. Fragen welches Praktikum sie macht in dem Fall Kinderpflege und darauf etwas eingehen.
Eventuelles Erfragen wann die letzte Tetanusimpfung her ist.
Oder ob es irgendwelche Erkrankungen gibt die eine Einnahme von blutverdünnenden Medikamenten notwendig machen.

Zum Notruf bitte die Symptome beschreiben wie Blässe, Zittern, Schürfwunden und eine Bewegungseinschränkung der Hand sowie Schmerzen die als unangenehm empfunden werden. Auch das Erkundigen von Fahrradfahrerin B ist vor dem Notruf interessant.

Noch eine Frage: Woran hast du erkannt das es sich bei dem dem Handgelenk um eine Prellung handeln könnte.
18.06.2017, 09:18
Hi TaMi,
vielen Dank nochmal für das Fallbeispiel und die detaillierte Rückmeldung!
18.06.2017, 09:24
Gern geschehen.
Das Fallbeispiel ist zur Diskussion freigegeben.
22.06.2017, 13:29
Was ist denn ein Schock und wie passt dies zum hier vorgestellten Fallbeispiel?
28.06.2017, 16:27
Ist die Frage an mich gestellt oder an TaMi?
28.06.2017, 17:55
Wer auch immer motiviert ist zu antworten...

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