Einsatz für den HvO!! (1-2 San)

Notfallszenarien für Ersthelfer bis Rettungsdienstmitarbeiter.

Foren-Übersicht Erste Hilfe, Rettung und Medizin Fallbeispiele

28.10.2010, 16:11
1) 19222: In einem Fallbeispiel, wo du nicht mehr beteiligt bist, brauchst du sicherlich nicht fragen, ob es hier noch weiter geht! Außerdem gibt es Leute, die auch noch was anderes zu tun haben, da kann man halt auch mal auf eine Anwort 1 Tag lang warten...

2) Minnyle, sehr schön. Doc hat übernommen, damit ist das Fallbeispiel beendet.

Eigenkritik bitte, erst von 19222 und dann Minnyle.
19 Jahre. Abiturient. Helfer-vor-Ort. Rettungssanitäter. Nebenamtlich im Rettungsdienst. Humanmedizinstudent im 2. Semester, EKT. Ausbilder EH, LSM, EH am Kind.

28.10.2010, 16:19
Sorry für meine Ungedult...

Also, ich habe so etwas als HvO noch nie theoretisch oder gar (Altersbedingt) praktisch gemacht. Ich habe einfach das angewendet, wie ich es im real live auch machen würde. Unsicher war ich mir, wie ich mit den Leuten umgehn sollte und die Sache mit der Lagerung (klar, OK hoch, aber auf der Trage oder aufm Boden).

LG
MfG Max :)

14 Jahre, Sanitätshelfer und JFler

28.10.2010, 16:23
Ich schreib mal jetzt gleich, weil ich dann zum Nachtdienst muss.

Ich hab ja nicht allzuviel gemacht, was ich dann noch noch hätte machen können wäre den Zugang legen und eine NaCl anhängen. Hätte ich das Nitro gegebn wenn der Druck etwas höher gewesen wäre hätte ich vorher einen Zugang gelegt. Kein Medi wenn der Patient vorher keinen Zugang hat.
Ansonsten denk ich, das ich soweit an alles gedacht habe. Kleine Fehler unterlaufen hier ja immer mal, was vllt. im realen Leben nicht so gewesen wäre.

Was hier halt wichtig ist, den Patienten nicht aktiv bewegen lassen. Anonsten was mir noch einfällt halt ne Voranmeldung in einem Herzkathederlabor und im Auto dann mal Klebeelektroden rausholen, noch nicht aufmachen halt. Genauso wie die Intubation.
Ist letzten erst passiert hier. Patient wurde verlegt mit akutem Infarkt, im Auto dann Stillstand und dann warn wir froh, das wir schon alles fürn Notfall gerichtet hatten, was dann besser fürn Patienten ist.
- 21 Jahre jung oder alt, suchts euch aus
- Bereitschaftlerin in der Funktion als Rettungsassistentin und Jugendwart
- FeuerwehrFRAU
- Auch wenn ich sage das es mir gut geht, wissen bestimmte Leute das ich sie angelogen habe.

28.10.2010, 17:42
Original von Minnyle
Ich schreib mal jetzt gleich, weil ich dann zum Nachtdienst muss.

Ich hab ja nicht allzuviel gemacht, was ich dann noch noch hätte machen können wäre den Zugang legen und eine NaCl anhängen. Hätte ich das Nitro gegebn wenn der Druck etwas höher gewesen wäre hätte ich vorher einen Zugang gelegt. Kein Medi wenn der Patient vorher keinen Zugang hat.
Ansonsten denk ich, das ich soweit an alles gedacht habe. Kleine Fehler unterlaufen hier ja immer mal, was vllt. im realen Leben nicht so gewesen wäre.

Was hier halt wichtig ist, den Patienten nicht aktiv bewegen lassen. Anonsten was mir noch einfällt halt ne Voranmeldung in einem Herzkathederlabor und im Auto dann mal Klebeelektroden rausholen, noch nicht aufmachen halt. Genauso wie die Intubation.
Ist letzten erst passiert hier. Patient wurde verlegt mit akutem Infarkt, im Auto dann Stillstand und dann warn wir froh, das wir schon alles fürn Notfall gerichtet hatten, was dann besser fürn Patienten ist.


Auch wenn einige RTD-Bereiche hier noch ein paar Cent sparen wollen, sollte man heutzutage Vollelektrolytlösungen infundieren und keine isotone Kochsalzlösung. Laut den aktuellen Leitlinien sollte man Nitrospray bei einem Druck von systolisch > 95mmHg geben, wäre also hier indiziert gewesen. Für Dormicum sehe ich keine Indikation - schafft nur unnötige Probleme und ist auch in den Leitlinien nicht vorgesehen.
Aber ansonsten gut gemacht Melissa.
:))

Ach - und der Schlauch heißt Katheter mit "T".
Zuletzt geändert von Don Spekulatius am 28.10.2010, 18:39, insgesamt 1-mal geändert.
Es ist Dein Recht, Waffen abzulehnen. Es ist Deine Freiheit, nicht an Gott zu glauben. Aber wenn jemand in Dein Haus einbricht, sind die ersten beiden Dinge, die Du tun wirst: Jemanden mit einer Waffe rufen und beten, dass er rechtzeitig da ist.

28.10.2010, 18:23
Zugang legen und MSI / Mo aufziehen (wenn vorhanden). Das würde mir noch zu dir, Melissa, einfallen.
" Die jungen Leute von heute sind wesentlich angenehmer als in den 60er, 70er und 80er Jahren. Sie sind toleranter und respektvoller, auch älteren Leuten gegenüber. "
- Heino

28.10.2010, 18:41
Original von M1k3
Zugang legen und MSI / Mo aufziehen (wenn vorhanden). Das würde mir noch zu dir, Melissa, einfallen.


Also erstmal würde es mich sehr wundern, wenn der RTW Morphin mitführt. Zweitens sollte man auch hier einen Blick in die Leitlinien werfen. Mo ist nur indiziert, wenn die Schmerzen nicht durch Nitro verschwinden. Hier führt Aktionismus nur dazu, dass man wieder unglaubwürdige Einträge im BTM-Buch machen muss. ;)
Es ist Dein Recht, Waffen abzulehnen. Es ist Deine Freiheit, nicht an Gott zu glauben. Aber wenn jemand in Dein Haus einbricht, sind die ersten beiden Dinge, die Du tun wirst: Jemanden mit einer Waffe rufen und beten, dass er rechtzeitig da ist.

29.10.2010, 16:29
Danke Don für das Lob.

Ich hab nur letztens gehört, das man bei V. a. Infarkt eine NaCl anhängt, wegen i-welcher Elektrolyte, deswegen hab ich mich für die NaCl entschieden, net wegen der Kosten.
Bei dem Nitro war ich mir eher unsicher, wäre der Druck anfänglich höher gewesen hätte ich es gegeben, aber wie gesagt net eher bevor der Patient nen Zugang hätte.
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29.10.2010, 18:54
Redundant.
Zuletzt geändert von M1k3 am 29.10.2010, 19:01, insgesamt 1-mal geändert.
" Die jungen Leute von heute sind wesentlich angenehmer als in den 60er, 70er und 80er Jahren. Sie sind toleranter und respektvoller, auch älteren Leuten gegenüber. "
- Heino

29.10.2010, 18:56
Original von Don Spekulatius
Original von M1k3
Zugang legen und MSI / Mo aufziehen (wenn vorhanden). Das würde mir noch zu dir, Melissa, einfallen.


Also erstmal würde es mich sehr wundern, wenn der RTW Morphin mitführt. Zweitens sollte man auch hier einen Blick in die Leitlinien werfen. Mo ist nur indiziert, wenn die Schmerzen nicht durch Nitro verschwinden. Hier führt Aktionismus nur dazu, dass man wieder unglaubwürdige Einträge im BTM-Buch machen muss. ;)


Dort wo ich mein RS Praktikum gemacht habe, hatten die RTWs Fenta, MSI und Mo an Board. :) Wunder dich also jetzt :D

Das mit dem Mo wusste ich nicht, wieder was gelernt.

@Melissa: Wieso hast du dann keinen gelegt ? ^^
" Die jungen Leute von heute sind wesentlich angenehmer als in den 60er, 70er und 80er Jahren. Sie sind toleranter und respektvoller, auch älteren Leuten gegenüber. "
- Heino

30.10.2010, 07:20
Ich hätte eigentlich einen legen können, stimmt.


Bei uns auf den Fahrzeugen wo ich momentan bin gibts ne Vorhaltung inner BTM-Box von 5 Morphin und 5 Fentanyl (0,5mg)

Wo ich vorher gewesen bin sind 5 Fentany (0,1) und 5 Fentanyl (0,5) 5 Dipidolor und 5 Morphin


was ist MSI?
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30.10.2010, 07:57
Lass mich raten - der zuständige Arzt ist Internist ?

Bei den heutigen Preisen lohnt es überhaupt nicht mehr, kleine Fentanyl-Ampullen zu besorgen und Dipidolor macht überhaupt keinen Sinn, wenn man gleichzeitig Fentanyl und Morphin vorhält. MSI ist die i.v. -Version von Morphin.
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30.10.2010, 08:46
Original von Minnyle
was ist MSI?


Handelsname für Morphin.

Bei uns befinden sich ebenfalls BTM auf den RTW.

30.10.2010, 12:37
@Don Spekulatius:

Wieso hälst du das mitführen von Dipidolor für komplett unnötig?

Dipidolor hat gegenüber Hydromorphin/Fentanyl einige Vorteile in der Steuerbarkeit und im Nebenwirkungsprofil (weniger Übelkeit da keine direkte Wirkung auf Brechszentrum/geringerer Blutdruckabfall keine Kummulation bei Niereninsuffizienz...) find ich darf man durchaus noch dabei haben.

Gruß Lars
Zuletzt geändert von lars2002 am 30.10.2010, 12:44, insgesamt 2-mal geändert.

30.10.2010, 14:12
Original von lars2002
@Don Spekulatius:

Wieso hälst du das mitführen von Dipidolor für komplett unnötig?

Dipidolor hat gegenüber Hydromorphin/Fentanyl einige Vorteile in der Steuerbarkeit und im Nebenwirkungsprofil (weniger Übelkeit da keine direkte Wirkung auf Brechszentrum/geringerer Blutdruckabfall keine Kummulation bei Niereninsuffizienz...) find ich darf man durchaus noch dabei haben.

Gruß Lars


Die Nebenwirkungen der Opiate sind bis auf Nuancen in äquianalgetischen Dosierungen gleich, auch wenn das die meisten Internisten nicht wahr haben wollen. Sowohl Dipidolor als auch Morphin erreichen ihr Wirkungsmaximum nach etwa 10 Minuten. Allein das ist schon mal für den Rettungsdienst sehr ungeeignet, denn bis ich mich einigermaßen sicher an eine optimale Dosis herantitriert habe, ist ein Krieg vorbei respektive ist der Patient schon in der Klinik. Hier kann man also nicht wirklich von einer besseren Steuerbarkeit sprechen, das Gegenteil ist der Fall. Fentanyl hingegen wirkt wesentlich schneller und ich kann die optimale Dosis rascher und sicherer erreichen. Sollte es bei unerfahreneren Benutzern zu einer Überdosierung kommen, habe ich bei Fentanyl ein Problem für vielleicht 30 Minuten. Bei Dipidolor sprechen wir dann von 4-6h. Wenn man nun unbedingt warum auch immer ein langwirksames Opiat haben will, so ist die Pharmakokinetik von Dipidolor der des Morphins hinsichtlich Wirkungseintritt und -dauer sehr ähnlich - nur ist Morphin etwa 1,5x so potent. Auf Morphin kann man aber wegen der vorlastsenkenden Wirkung nicht verzichten.
Dass Dipidolor das Brechzentrum nicht stimulieren soll, habe ich ehrlich gesagt in 12 Jahren Anästhesie noch nie gehört. Ich benutze es aber täglich dutzende Male und kann Dir sagen, dass es keineswegs zutreffend ist, dass den Patienten dadurch nicht schlecht wird. Dies entspricht auch meinen eigenen Erfahrungen, wenn ich Dipidolor als Patient bekommen habe.

Der einzige Grund, Dipi statt Fentanyl zu verwenden ist, dass zumindest bei den großen Fentanyl-Ampullen das alte internistische Motto 1 Patient = 1 Ampulle wahrscheinlich eher zum versterben führen wird, als Dipidolor. :D
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30.10.2010, 14:47
Danke für die Antwort ich hab das unseren Pharmakologen da einfach mal geglaubt wobei auch die Fachinfo sagt

"In therapeutischer Dosierung sind opiattypische Nebenwirkungen, z. B. Atemdepression, kardiovaskuläre Nebenwirkungen, Darmmotilitätsstörungen,
Nausea und Erbrechen nur gering ausgeprägt."

Hatte bisher auch den Eindruck in der Klinik das die Patienten es zur Schmerztherapie eher besser tolerieren, aber vermutlich spielen da auch persönliche Vorlieben eines Jeden eine große Rolle.

(Allerdings ist Dipidolor aufgrund seiner schwächeren Wirkung auch nicht wirklich eine alternative zu Fentanyl (schon alleine weil die sedierende Wirkung da es kein k-Rezeptoragonist ist kaum da ist) durchaus aber zu anderen Schmerzmitteln wo man vielleicht nicht sofort zu Fentanyl greifen will)

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