Atemnot [San]

Notfallszenarien für Ersthelfer bis Rettungsdienstmitarbeiter.

Foren-Übersicht Erste Hilfe, Rettung und Medizin Fallbeispiele

13.02.2011, 18:41
Der Rettungsdienst ist auf dem Weg zu dir.

Chantal ist recht blass, jedoch nicht zyanotisch.
Ich bin als Rettungsschwimmer geboren, mit Wasser gestillt und aufgezogen! Hurra!:P

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16.02.2011, 12:51
Ok, dann versuche ich sie weiterhin zu beruhigen. Ich versuche ihr klar zu machen, dass es gut für sie ist, wenn sie in eine Tüte atmet.

16.02.2011, 13:07
Nach wie vor geht sie nicht darauf ein, dass du mit ihr reden möchtest. Auch die Tüte verweigert sie immernoch.

Was möchtest du noch gerne machen, bis der Rettungsdienst da ist?
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17.02.2011, 13:14
Dann kann ich nicht sonderlich viel machen, außer sie irgendwoe hinsetzen, wo keine Gefahr für sie besteht, falls sie kollabiert und ggf. für Wärmeerhalt sorgen, wenn sie sich nicht beruhigen lässt.

17.02.2011, 16:18
Wärmeerhalt hört sich doch gut an. Womit möchtest du denn gerne die Wärme erhalten?

Sonst noch Ideen bis zum Eintreffen des Rettungsdienst?

Der Zustand von Chantal bleibt weitestgehend unverändert.
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18.02.2011, 18:49
Ich denke, dass mein Material immernoch nicht da ist, also nehme ich eine Jacke. sollte es doch da sein nehme ich eine Rettungsdecke.
Zuletzt geändert von Gast am 18.02.2011, 18:50, insgesamt 1-mal geändert.

18.02.2011, 18:57
Du denkst richtig, das Material ist nach wie vor nicht da.
Chantal ist jetzt schön warm in eine Jacke eingewickelt.
Du hörst schon, dass sich der Rettungsdienst nähert.
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21.02.2011, 16:34
Die Freundin soll den Rettungsdienst herbringen.

21.02.2011, 16:40
Herein kommen zwei Herren. Einen von ihnen kennst du von deiner Tätigkeit in der HiOrg deiner Wahl, er ist Notarzt.
Der andere stellt sich als der Rettungsassistent vom NEF heraus.
Die Beiden hätten jetzt gerne eine Übergabe.
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21.02.2011, 16:49
Hallo, das ist xy. Sie ist ca. 12 jahre alt und hyperventiliert seit x Minuten. Ursache hierfür ist unklar. Sie ließ sich nicht beruhigen.

21.02.2011, 16:55
Der Notarzt bittet dich darum, kurz den Blutdruck und den Blutzucker (bitte kurz beschreiben, wie du das machst) zu messen. Das Material hierzu findest du im Rucksack des NEF, der offen neben dir liegt.
In der Zwischenzeit versucht dieser, die Patientin zu beruhigen und sie von der Tütenmethode zu überzeugen.
Zuletzt geändert von LevSani am 21.02.2011, 16:55, insgesamt 1-mal geändert.
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21.02.2011, 17:32
Blutdruck: (natürlich msus ich schauen, ob alles nach MPG noch einsetzbar ist) Manschette dran (oberhalb der Ellenbeuge, am besten der linke Arm, da dieser näher am Herzen ist), so, dass der Arterienpfeil in Richtung Arterie zeigt. Die seite mit mehr von dem Klettverschluss ist bei der Anlage die obere. (die Manschette lege ich möglichst fest an) Anschließend fühle ich den Puls. Wenn ich diesen habe pumpe ich die Manschette auf (vorher drehe ich das Ventil zu). Sobald ich keinen puls mehr füjhle pumpe ich noch zwei Mal. Daraufhin lege ich das Stethoskop in die Ellenbeuge und lasse die Luft langsam durch das Ventil entweichen.

Zum Blutzucker messen:
Ich nehme das Blutzuckermessgerät, eine Lanzette, einen Stick, Tupfer, eine Abwurfbox und eine Kompresse. Bevor ich die Maßname ergreife muss ich der jungen Dame erklären, dass es hierbei zu einer Infektionsgefahr kommen kann und wieso ich den Blutzuckerspiegel messen möchte. Außerdem erkläre ich ihr, dass es einen kleinen Stich geben wird. Außerdem benötige ich hierfür ihre Einverständnis. Ist dies erfolgt nehme ich einen Tupfer und wische den Finger ab. Nun nehme ich eine Lanzette (natürlich eine Einmallanzette, hierbei muss ich drauf drücken und dann die Kappe abdrehen, aufpassen, dass die Lanzette nicht auslöst). Diese Lanzette steche ich seitlich in den Finger. Den ersten Tropfen verwische ich mit einem Tupfer. Dann packe ich den Stick in das Blutzuckermessgerät (dies wurde natürlich mit der BZ-Kontrollösung regelmäßig üebrprüft) und lege den Stick an ihre blutende Wunde. Dieser saugt sich von selbst voll. Wenn das Gerät piepst, hat es genug Blut. Dann gebe ich ihr eine Kompresse. Nun warte ich nur noch bis das Gerät nochmal piepst und den wert anzeigt. Die Lanzette komtm in die Abwurfbox.

Natürlich trage ich durchgehend Einmalhandschuhe.

21.02.2011, 17:46
So detailliert habe ich das selten gelesen, schön!

BZ: 67 mg/dl
RR: 130|90 mmHg

Der Doc bittet dich darum, ne NaCl-Infusion für ihn vorzubereiten und anschließend 5mg Dormicum aufzuziehen. (bitte auch kurz erklären)
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21.02.2011, 18:46
Er meint wirklich NaCl? wir verwenden hier in der regel 500ml Ringer. Um diese aufzuziehen trage ich, wie die ganze Zeit Handschuhe. Ich benötige ein Infusionssystem und eine Ringer. Die Ringer hat zwei öffnungen (zumindest, die Beutel, die ich meine). Hierfür entferne ich den blauen verschluss und den Verschlsus am dorn der infusion und diesen stecke ich, ohne den Dorn oder die Infusion an der einstichstelle zu berühren in die Infusion (den Filter der infusion lasse ich noch geschlossen und die Infusion ist auch noch zugedreht (Rädchen ganz unten). Die Kappe am anderen Infusionsende ist noch drauf. Nun pumpe ich in dem Sammelbereich für die Infusionslösung, bis dieses halbgefüllt ist. Danach öffne ich die Indusion (Rädchen ganz hoch). Nachdem ich die Infuson entlüftet habe (hierfür ggf. Filter öffnen, wenn sie schlecht läuft (zum entlüften muss ich das System nach unten halten). Nachdem keine Blasen mehr drin sind. Drehe ich das Rädchen der Infusion wieder nach unten und hänge die Infusion an die Tür (Verschlusskappe unten ist noch drauf) (eigentlich würde ich hierzu das BZ richten).

Dormicum aufziehen: Hierfür benötige ich eine 5ml Spritze, einen Tupfer und die Dormicum Ampulle, sowie eine Kanüle und die Abwurfbox. Die Kanüle stecke ich (erstmal mit Schutzkappe) auf die Spritze (ich trage immer Handschuhe). Nun nehem ich den Tupfer und halte ihn an die Brechstelle der Ampulle (sollten oben Tropfen sein, dann klopfe ich darauf, damit diese in die Ampulle tropfen). Dann breche ich die Ampulle und schmeiße das obere Ende in den Abwurd. Nun halte ich ide Spritze mit der Kanüle in die schief gehaltene Ampulle und ziehe das Medikament auf, bis 5ml in der Spritze sind. Auf die Spritze schreibe ich dann 5mg Dormicum und gebe sie dem Notarz in die Hand (habe natürlich vorher einen Stöpsel auf die Spritze gemacht).

Zum Spritzen muss die Infusion zugedreht sein oder die Leitung abgedrückt.

22.02.2011, 16:58
Durch die Tür kommt jetzt auch die Besatzung des RTW, dein Einsatz ist somit jetzt beendet.
Zunächst kannst du selbst was zum FB sagen, danach möchte ich meinen Senf dazu geben und danach auch gerne alle anderen.
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